31. Juli 2026
Warum die Energieversorgung zum Schlüssel der dezentralen Automatisierung wird
Dezentrale Automatisierungskonzepte benötigen leistungsfähige und transparente Feldinstallationen. IO-Link Master von Murrelektronik verbinden Energieversorgung, Diagnose und Kommunikation in einem kompakten Modul.
Die dezentrale Automatisierung entwickelt sich zunehmend zum Standard im Maschinen- und Anlagenbau. Immer mehr Komponenten werden direkt in der Maschine installiert, Schaltschränke schrumpfen oder entfallen vollständig. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Feldinstallation: Sensoren und Aktoren werden leistungsfähiger, Datenmengen nehmen zu und Maschinen müssen sich flexibel an neue Produktionsanforderungen anpassen lassen.
Damit rückt ein Aspekt stärker in den Fokus, der lange Zeit eher im Hintergrund stand – die Energieversorgung im Feld. Denn je mehr Funktionen dezentral ausgeführt werden, desto wichtiger wird es, ausreichend Leistung genau dort bereitzustellen, wo sie benötigt wird. Zusätzliche Netzteile, aufwendige Verdrahtungen oder komplexe Installationen erhöhen nicht nur den Material- und Montageaufwand, sondern erschweren auch Wartung und Service.
Genau an diesem Punkt setzt Murrelektronik mit seinen IO-Link Mastern MVK Pro und IMPACT67 Pro an. Die Geräte stellen bis zu 4 A Ausgangsstrom pro Pin beziehungsweise bis zu 8 A Gesamtstrom pro Port bereit und ermöglichen damit die direkte Versorgung leistungsstarker Sensoren und Aktoren über das Feldmodul. Das reduziert den Verkabelungsaufwand, vereinfacht die Maschinenarchitektur und schafft zusätzliche Leistungsreserven für anspruchsvolle Anwendungen.
Transparenz bis auf Portebene
Neben der Energieversorgung übernehmen die IO-Link Master auch wichtige Diagnoseaufgaben. Sie erfassen kontinuierlich Spannungs-, Strom- und Temperaturwerte – sowohl für jeden einzelnen Port als auch für das gesamte Modul.
Diese Diagnosedaten ermöglichen eine zustandsorientierte Wartung und helfen dabei, Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen. Wartungsmaßnahmen können gezielt geplant und ungeplante Anlagenstillstände reduziert werden.
Hohe Flexibilität für unterschiedliche Maschinenkonzepte
Die acht IO-Link Masterports lassen sich flexibel konfigurieren und unterstützen verschiedene Kombinationen aus digitalen Ein- und Ausgängen sowie IO-Link-Geräten. Dadurch kann ein Modultyp in unterschiedlichen Maschinenkonzepten eingesetzt werden, was die Variantenvielfalt reduziert und die Lagerhaltung vereinfacht.
Für die Kommunikation unterstützen MVK Pro und IMPACT67 Pro alle wichtigen Industrial-Ethernet-Protokolle wie PROFINET, EtherNet/IP und EtherCAT. Zusätzlich stehen moderne IIoT-Schnittstellen wie OPC UA, MQTT und REST API zur Verfügung, sodass sich Maschinen einfach in übergeordnete IT- und Cloud-Systeme integrieren lassen.
Zwei Bauformen für unterschiedliche Anforderungen
Während der MVK Pro mit seinem vollständig gekapselten Metallgehäuse für besonders anspruchsvolle Industrieumgebungen entwickelt wurde, bietet der IMPACT67 Pro mit seinem gekapselten Kunststoffgehäuse eine leichte und kompakte Alternative – beispielsweise für Anwendungen mit begrenztem Bauraum. Beide Module sind nach IP67 geschützt und für Temperaturen von −40 bis +70 °C ausgelegt.
Mit den neuen 4-A-Versionen der IO-Link Master erweitert Murrelektronik die Möglichkeiten der dezentralen Automatisierung konsequent. Höhere Leistungsreserven, intelligente Diagnosefunktionen und moderne Kommunikationsschnittstellen ermöglichen effizientere Maschinenkonzepte und schaffen die Grundlage für eine wirtschaftliche und zukunftssichere Produktion.
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